Bandscheibenvorfall (Prolaps)

Definition nach Leitlinien:

Irritation oder Kompression lumbaler/sakraler Nervenwurzeln, lumbaler Spinalnerven oder der Cauda equina durch in den Spinalkanal und/oder intra-/extraforaminal ausgetretenes Bandscheibengewebe.

Hierbei kommt es zu einem Riss im Anulus fibrosus. Gallertiges Bandscheibengewebe (Nucleus pulposus) tritt in den Rückenmarkskanal (Spinalkanal) aus. Nervenkontakt von Bandscheibengewebe oder Druckerhöhung (durch Ödemflüssigkeit) auf den Spinalnerven rechts und/oder links – nach vorn oder hinten, können Schmerzen, z.T. massiv, bis hin zu plötzlichen Lähmungen (oder auch nur Gefühlsstörungen) bewirken.

Ein Bandscheibenvorfall kann theoretisch überall an der Wirbelsäule auftreten, jedoch sind am häufigsten die beiden letzten Bandscheiben, d.h. an der Halswirbelsäule die Etagen HWK 5/6 und HWK 6/7 sowie an der Lendenwirbelsäule die Etagen LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1, betroffen. Ein Drittel der Bandscheibenvorfälle ereignet sich an der HWS – zwei Drittel an der LWS. Zirka 40 Prozent der Bevölkerung westlicher Industrienationen hat mindestens einmal im Leben relevante Rückenschmerzen.

Während ein lumbaler Bandscheibenvorfall nur in ca. 5 % für isolierte Rückenschmerzen verantwortlich ist, stellt er die mit Abstand häufigste Ursache für radikuläre Schmerzausstrahlungen dar. Es wird geschätzt, dass 5 % aller Männer und 2,5 % aller Frauen mindestens einmal im Leben davon betroffen sind. 6% aller Rentenanträge wegen Erwerbsunfähigkeit werden auf Grund eines Bandscheibenleidens gestellt.

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