Degeneration

Fachbegriff für formale, strukturelle und funktionelle Normabweichungen.

degenerativ

Im Zusammenhang mit Gelenken wird dieser Fachbegriff synonym für abgenutzt oder verschlissen verwendet.

Digitus quintus varus

Zehendeformität mit Beugefehlstellung im proximalen und distalen Interphalangealgelenk bei gleichzeitiger Adduktions- und Supinationsfehlstellung. Beim Digitus quintus varus zeigt die 5. Zehe (Kleinzehe) eine deutliche Achsenabweichung und ist über oder unter der 4. Zehe eingeklemmt.

Je nach dem welcher Befund vorliegt, spricht man von Superductusstellung (über-) oder Subductusstellung (unter-). Urs. Beim Digitus quintus varus besteht ein Ungleichgewicht der sog. intrinsischen und extrinsischen Fußmuskulatur. Man findet sie häufig zusammen mit anderen Fußveränderungen (z.B. Hallux valgus). Meistens sind sie auf ungeeignete, zu enge Schuhe zurückzuführen, welche den Vorfuß zu stark einengen (z.B. High Heels). Th. Die Behandlung erfolgt durch das Tragen bequemer Schuhe, die ausreichend Platz für die Zehen lassen und Physiotherapie. In ausgeprägten Fällen kann eine chirurgische Korrektur erfolgen.

distal

medizinische Bezeichnung zur Lagebeschreibung und bedeutet vom Rumpfzentrum entfernt.

Distorsion

lateinischer Begriff für Verdrehung, Verstauchung oder Zerrung eines Gelenkes, infolge gewaltsamer oder übermäßiger Bewegung. Diese kann zur Bänderzerrung oder Zerrung von Gelenkkapselanteilen führen

dorsal

medizinischer Begriff zur Lagebeschreibung und bedeutet rückseitig, zum Rücken hin liegend.

Dupuytren-Kontraktur 

Durch Fibrose und Schrumpfung der sog. Palmaraponeurose kommt es zu einer Kontraktur der Hand und Finger. Urs. letztlich nicht geklärt. Es kommt zur Veränderung der Palmaraponeurose mit langsam fortschreitender Verhärtung und Schrumpfung.

Möglicherweise spielen Traumen (z.B. durch Unfälle) oder Berufstätigkeit eine Rolle als Auslöser. Lebererkrankungen und möglicherweise Alkoholabusus werden häufiger in Co-Relation beobachtet. Betroffen sind vor allem Männer mittleren Lebensalters. Zunächst treten in der Handinnenfläche im Bereich des 4. und 5. Fingerstrahls knotige bis strangförmige Verhärtungen auf, die mit der Zeit zunehmend schrumpfen. Durch die daraus resultierende Kontraktur („Versteifung“) der Finger in Beugestellung kommt es zu einer Funktionseinschränkung der Hand, resp. v.a. Ringfinger und kleiner Finger. Der Krankheitsverlauf erstreckt sich über Jahre.

Therapie: Symptomatische Therapie, ggf. operative Resektion der betroffenen Anteile der Palmaraponeurose. Bei zögerlicher Therapie kann es zu einem völligen Einklappen der Finger mit Minderversorgung kommen. Um diese fortgeschrittenen Stadien zu verhindern, wird gelegentlich eine vollständige Resektion der betroffenen Palmaraponeurose vorgenommen. Im Anfangsstadium der Erkrankung kann eine lokale Bestrahlung (z.B. mit Röntgenstrahlen den Fortschritt verlangsamen oder aufhalten. Gebeugte Finger können minimal-invasiv auch durch die sog. Nadelfasziotomie wieder streckbar gemacht werden. Aktuell wird als neue Therapieoption die „enzymaktive Stranglösung“ angewendet. Dies erfolgt durch lokale Gaben (per Injektion) von sog. Kollagenase, einem enzymatischen Wirkstoff, der das verhärtete Kollagen verändert und erweicht.

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