Therapie akuter Muskelverletzungen

Vorbeugen ist besser als Therapieren!

Die Verletzungsgefahr wird bei Sportlern, resp. Läufern durch mangelhaftes Aufwärmen (relative Muskelminderdurchblutung und damit schlechtere Koordination verschiedener Muskel- und Gelenksrezeptoren) erhöht. Daher ist Aufwärmen sowie Dehnen vor/ nach dem Lauf unerlässlich. Ungenügendes Training (z.B. nach langer/ längerer Pause), raschere Muskelermüdung durch zu wenig und zu kurze Erholungsphasen und zu viele Trainingseinheiten - aber auch allgemeine Übermüdung - führen zur Überbelastung der Muskulatur. Muskelzerrungen oder –rupturen als Folge treten wahrscheinlicher auf. Vorangegangene Muskeleinrisse mit Narbenbildung bedingen ein höheres Wiederverletzungsrisiko infolge geringerer Elastizität des (Muskel-) Narbengewebes. Sportler, die zu Muskelverhärtungen neigen, sind besonders anfällig für Muskelverletzungen.

Ist es nun zu einer Muskelzerrung oder sogar zu einem Muskeleinriss gekommen, dann ist sofort die PECH-Regel anzuwenden - und dabei zählen tatsächlich Minuten!:

P = Pause! Bitte kein "auf die Zähne beißen" und weitermachen oder durchhalten wollen!

E = Eis! Umgehend Verletzung mit Eis, Kälte, Coldpack oder Eiswasser kühlen!

C = Compression. Anlegen fester Verband oder elastischen Binde!

H = Hochlagerung--> Dadurch Verringerung von Blutzufuhr und Schwellung.

Die weitere Therapie für Muskelfaser(ein)risse wird in der Praxis nach Diagnosestellung (klinisch, sonographisch, ggf. MRT) festgelegt.