Tendinitis

Urs. Entzündung einer Sehne. Oft als akute Erkrankung, im Zusammenhang mit ggf. überlastungsbedingten auslösenden Faktoren (Büro: falsche Armhaltung, nicht ergonomische PC-Maus etc.). Chronisch oft im Zusammenhang mit degenerativen Verschleißveränderungen oder entzündliches Begleitsymptom einer Rheumatoiden Arthritis (RA).

Ist nur die Sehnenscheide betroffen, spricht man von der Tendovaginitis. Die bei einer Tendinitis betroffenen Patienten klagen über Schmerzen bei bestimmten Bewegungen (Kontraktion der jeweils beteiligten Muskeln und der sehnige Enden). Durch die Ertastung/ Palpation oder sog. Provokationstests lässt sich ein Zug- oder Druckschmerz hervorrufen. Diagnosestellung erfolgt klinisch und ggf. mit Ultraschall.

In der Kernspintomographie (oder Arthroskopie) kann bei chronischen Verläufen die aufgequollene Sehnenstruktur mit einer faserigen, degenerativ veränderten Oberfläche gut zur Darstellung gebracht werden.

Th. Die konservative Therapie erfolgt durch die lokale Anwendung von entzündungshemmenden Salben, Injektionen oder sog. NSAR als Tabletteneinnahme. Temporäre Schonung, Ruhigstellung ist sinnvoll, Bandagen zur Entlastung bzw. Unterstützuung oft hilfreich. Lasertherapie, Kyrotherapie oder auch Elektrotherapie (TENS; Ultraschall) hilft sehr oft. Krankengymnastische Übungen (Dehnung) sind manchmal sinnvoll. OP: Nur wenn konservative Therapien über mindestens einen Zeitraum von sechs Monaten nicht zu einer Besserung der Beschwerden geführt haben, ist an weitergehende Maßnahmen zu denken.